Wer hört da zu, wenn „ich“ eine an mich gerichtete Frage höre? Nun ja, natürlich „ich“, oder? Aber dieses „ich“ ist ja kein beständiges, sich gleichbleibendes Etwas, sondern ein fein aufeinander abgestimmtes Mit- und auch Gegeneinander verschiedener Instanzen. Und die verfolgen durchaus ihre eigenen Interessen, haben aber als übergeordnetes Ziel, „mein“ Leben gut und sicher gestalten wollen.
Das Spannende daran ist, dass viele dieser Instanzen quasi das Licht der Öffentlichkeit scheuen und unterhalb unserer Bewusstseinsgrenze agieren. Manchmal stelle ich mir das vor wie eine Höhle, nur am Eingang ist Licht. Und in dieser Höhle sind alle diese Instanzen des „ich“ versammelt. Im Dunkel wird ständig gemauschelt, Verträge und Bündnisse geschlossen und verworfen, Kontrollen durchgeführt und so weiter. Die „Ichs“ vorne am Eingang, am Licht, bekommen davon üblicherweise nichts mit. Sie denken, sie würden selbst bestimmen, wie sie handeln, reagieren und entscheiden. Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass sie sich irren.
Wir wissen ja aus den Neurowissenschaften, dass Erinnerungen in Netzwerken gespeichert sind und dort wieder aufgerufen und wiedergegeben werden können – z.B. das episodische Gedächtnis, unser Lebensfilm, oder das Netzwerk, in dem unser Faktenwissen gespeichert ist. Diese Netzwerke sind neokortikal, damit auch der Sprache zugänglich.
Dann gib es aber auch Erinnerungsnetzwerke, die sich dem Bewusstsein oder der Sprache entziehen. z.B. das prozedurale Gedächtnis, in dem unsere erlernten motorischen Fähigkeiten abgelegt sind: gehen, Fahrrad oder Auto fahren, eine Schleife binden. Diese Netzwerke befinden sich im Zwischenhirn und funktionieren jenseits der Sprache – deswegen fällt es so schwer, zu erklären, wie man Fahrrad fährt oder eine Schleife bindet.
Und episodische Erlebnisse, die potentiell gefährdend sind, werden zusätzlich noch im Netzwerk der Amygdala gespeichert. Wohl um den Wiedererkennungswert zu steigern (um gegebenenfalls rasch reagieren zu können), werden auch viele Details dieses Erlebnisses mit registriert: war da ein Geruch? Eine Farbe? Ein Gesichtsausdruck? Wie war mein Herzschlag? Und dieses Netzwerk begleitet uns stets. Wenn wir z.B. einen Raum voller Leute betreten – im Zwischenhirn rattern die Kontrollroutinen los, die Umgebung wird abgescannt, um etwaige Zeichen von Gefahr zu erkennen. Da reicht es vielleicht, dass jemand meinem Lehrer ähnlich schaut, der mich einmal vor versammelter Klasse zur Schnecke gemacht hat, um in mir den Impuls zu wecken „Vielleicht wäre es besser, doch wieder zu gehen.“. Die Ichs am Höhleneingang, also meine bewussten Wahrnehmungen, bekommen von dieser betriebsamen Hektik in den Tiefe der Höhle nichts mit und können sich ev. keinen Reim darauf machen. „Sind doch eh alles nette Leute hier.“, sagen sie zueinander, „Ich weiß gar nicht, was wir haben.“
Was hat dies mit Idiolektik zu tun? Für mich jedenfalls ist es hilfreich, mir vor Augen zu halten, auf welcher Ebene sich das Gespräch gerade bewegt. Sind wir auf der Ebene neokortikaler Erinnerungen? Hier fällt das Sprechen vielen Menschen leichter, da diese Netzwerke der Sprache zugänglich sind. Oder sind wir auf der Ebene des Zwischenhirns, das sich der Sprache entzieht? Denn wenn hier Erinnerungen an die Oberfläche kommen, lösen sie oft Empfindungen aus, die nicht erklärbar scheinen. Da ist es hilfreich, in die Bilderwelt zu gehen, diese aber wie Traumbilder zu behandeln: sie haben nichts mit „Logik“ zu tun. Da darf schon einmal ein Wal durch die Galaxis schwimmen, ohne dass darum großes Aufheben gemacht wird.
Und wenn gerade die Instanzen, die in und um der Amygdala werken, wachgerufen wurden, dann kann es sein, dass sie alle anderen Instanzen mundtot machen und kurzfristig die alleinige Herrschaft an sich reißen. In einer solchen Situation ist der Spielraum dieser Person stark eingeschränkt, worauf ich bei meinen Fragen Rücksicht nehmen muss.
Wie bei den Archaische Relikte erwähnt, mag es dann und wann hilfreich sein, mögliche Erklärungsmodelle zu erläutern. Aber dies ist nicht immer nötig. Oft reicht es, einfach die Bilder herzunehmen und ausmalen zu lassen. Wir müssen nicht kognitiv verstehen, was sie bedeuten. Wirken tun sie allemal. So meine Überzeugung.
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Wie an anderen Stellen beschrieben, ist es ein Merkmal der Idiolektik, kurze, konkrete und offene Fragen zu stellen. So habe ich es gelernt, so gebe ich es wieder, wenn ich die Technik vermittle. Doch bei genauerer Beobachtung ertappe ich mich immer wieder dabei, das „kurz“ zu vernachlässigen. In Ergänzung zum vorherigen Beitrag Warum ich kurze Fragen so liebe fasse ich mal paar Gedanken sozusagen zur Gegenposition zusammen, die mir so einfallen. Angelehnt an diesen vorherigen Beitrag ist eine „kurze“ Frage die, die nur eine Phrase aus dem Angebot herausgreift.
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Wenn ich ein Gespräch mit einem Spaziergang vergleiche, ohne festes Ziel die Gegend durchstreifend, kommt man doch immer wieder an Stellen, die zum Verweilen einladen. Man bleibt stehen, schnauft vielleicht ein, zwei Mal tief durch und lässt den Blick schweifen. Im Gespräch scheint es mir ähnlich zu sein – es gibt Sequenzen, die so ein Innehalten spüren lassen. Genauer gesagt: ich als Zuhörer habe die Hypothese, dass hier ein „guter“ Platz zum Verweilen ist. Und muss daher bereit sein, diese Hypothese sofort fallen zu lassen, wenn sie sich als falsch heraus stellt.
„Was geht Dir grad durch den Kopf?“
„Dass ich gerade ziemlich k.o. bin, müde. Ich habe viel gearbeitet die letzten Wochen, und das hat mir nicht gut getan.“
„Hmm… was tut Dir gut?“
„Naja, dass es jetzt vorbei ist, also so diese große Anstrengung, jetzt kann ich wieder runterschalten.“
„Runterschalten?“
„Ja, runterschalten. Das war schon ziemlich anstrengend, diese letzte Zeit… Viele Überstunden, dabei, also eigentlich habe ich ja meine Arbeitszeit reduziert. Aber es war wichtig, der Kunde war schon ziemlich sauer wegen verschiedener Verzögerungen, also hab ich mir halt eingebildet, da reinspringen zu müssen. (Pause, dann langsamer weiter) Jetzt habe ich guten Kontakt zum Kunden, es ist klar was zu tun ist… das ist gut. Da kann man Sachen umsetzen, jetzt, wo das klar ist. Ja, das ist gut… und tut auch gut irgendwie.“
„Was braucht es, damit etwas gut ist?“
„Naja, Kontakt halt und zu wissen… also sich geeinigt zu haben, was zu tun ist.“
„Und wenn Du Kontakt hast und ihr wisst was zu tun ist…?“
„Dann kann ich endlich mit der Umsetzung beginnen. Wir hatten schon zwei Anläufe gemacht, aber die Konzepte waren einfach Käse… Aber jetzt…“
„Und wenn Du weißt was zu tun ist und mit der Umsetzung beginnst…“
„Hach, das ist einfach ein gutes Gefühl. Ich mache einen Teil, also einen kleinen Part des Formulars, schicke das dem Kunden, gemeinsam bessern wir nach… und so geht´s weiter. Weißt Du, es ist echt schwierig oder fast unmöglich, ein Konzept für ein komplexes Formular zu machen, so am Papier, aber so, wie wir das jetzt machen, Schritt für Schritt, das hat was. Macht fast Spaß!“
Sind die Fragen anfangs tatsächlich kurz bis sehr kurz, greife ich bei den letzten beiden Fragen jeweils zwei Phrasen auf, reihe sie aneinander und gebe damit eine Richtung vor – es erschien mir im gegebenen Kontext ganz natürlich, diesen „Faden“ weiter zu verfolgen.
Manchmal nutze ich längere Fragen auch dazu, mir Bilder, Erinnerungen oder Szenerien genauer bis ins Detail beschreiben zu lassen – wenn laut meiner Hypothese mein Gesprächspartner dadurch Ressourcen aktivieren kann. Mir geht es jedenfalls dann und wann so, dass ich mit jeder weiteren Beschreibung eines stärkenden Bildes, einer positiven Erinnerung irgendwie innerlich aufgerichteter werde, anders kann ich es nicht ausdrücken.
„Da bin ich dann aufgestanden und hab mir gedacht, wow, das hast Du aber gut hinbekommen!“
„Und wie war das?“
„Einfach gut.“
„Woran hast Du das gemerkt, dieses ‚Gut‘?“
„Hmm… ich glaub, ich war… ich bin richtig energiegeladen aufgestanden, so in der Stimmung ‚Jetzt packe ich es an‘!“
„Wie kann ich mir so ein ‚energiegeladen aufstehen‘ vorstellen?“
„Naja, so mit Schwung halt… Ich glaube, ich habe mich mit den Armen richtig rauskatapultiert!“
„Also mit Schwung, und mit den Armen rauskatapultiert… Was war da noch?“
„Na Du fragst… also so Sachen… Na gut, was war da noch… Als ich dann gestanden bin, habe ich die Schultern nach hinten gezogen, also nach oben und dann nach hinten, so ein Schulterkreisen…“
„Schwung, rauskatapultieren, Schulterkreisen… fällt Dir noch was ein?“
„Ja, genau, ich hab dann noch so eine Bewegung mit den Händen gemacht, mit den Armen… so ungefähr.“ (Zeigt eine Bewegung vor: Die Ellenbogen sind am Körper, Unterarme angewinkelt, lockere Fäuste vor den Schultern, dann machen die Unterarme eine Bewegung erst nach innen, vor die Brust, dann nach unten und schließlich mit einem Strecken der Arme nach vorne und etwas nach außen, wobei die Fäuste sich fester ballen).
„Wenn Du jetzt so an den Schwung denkst, daran, wie Deine Arme Dich rauskatapultiert haben, Du Deine Schultern kreist und dann diese Bewegung machst… was ist dann?“
„Witzig… (Lacht) Ich fühle mich belebt. Fast so wie damals…“
Ich kann mir vorstellen, dass mit jedem neuen Aspekt, der dieser Schilderung hinzugefügt wird, sich das Bild dieser Szene verstärkt und jenes Netzwerk an Neuronen im Gehirn, welches diese Szene speichert, ebenfalls gefestigt wird. Und ich möchte gerne glauben, dass dies dann dazu führt, dass eben dieses Netzwerk in Zukunft wieder ein kleines bisschen leichter angezapft werden kann, wenn es darum geht, sich an bestärkende Erfolgserlebnisse zu erinnern.
Ein „klassisches“ idiolektisches Gespräch verfolgt ja kein thematisches Ziel, sondern bietet die Möglichkeit, nach Lust und Laune fabulierend von Thema zu Thema zu springen – im Gegensatz zu einem Beratungsgespräch, wo ich als Gesprächsleiter tatsächlich einem Thema verpflichtet bin. In der Praxis erweist sich diese Themenoffenheit als gar nicht so einfach. Wir sind viel zu sehr gewohnt, einem Erzählstrang zu folgen und entsprechende Fragen zu stellen.
Was kann uns dabei unterstützen, diese Themenoffenheit zu fördern? Mir fallen ad hoc zwei Möglichkeiten ein: Erstens, nach Dingen zu fragen, die wie Nebenbei gesagt wurden und möglichst weit vom eigentlichen Thema liegen. Und zweitens eben, sehr kurze Fragen zu stellen. Schauen wir uns einfach mal das eine oder andere Beispiel für Letzteres an.
„Dann habe ich die Holzstücke also so vor mir liegen, und weiß noch nicht, was sie werden wollen. Das ist dann so ein Herantasten, ich lege sie um, schaue sie mir von verschiedenen Seiten an, das kann dann schon Mal paar Wochen dauern, bis ich weiß, was ich daraus machen werde.“
Eine Frage könnte lauten „Und wenn Du Dich herangetastet hast und weißt, was du daraus machen wirst… was ist dann?“ Eine wunderbare Frage, die allerdings eine Wechsel des Erzählstranges nicht unbedingt einfach macht. Denn indem ich zwei Phrasen herausgreife und in einer Frage verbinde, gebe ich bildlich gesprochen schon eine Linie vor. Wir könnten es auch verkürzen und den Kontext weglassen und nur fragen „Und wenn Du dich herangetastet hast… was ist dann?„. Oder, noch stärker verkürzt: „Herantasten… kannst dazu noch was sagen?„.
„Jetzt habe ich gerade mit Weinbergpfirsichen und Feigen experimentiert. Feigenmarmelade ist fad irgendwie, da habe ich dann halt noch Orange dazugegeben, Schale und Saft, und das schmeckt voll genial. Und aus den Weinbergpfirsichen habe ich ein Chutney gemacht, da hab ich noch nicht viel Erfahrung, aber schmeckt auch voll gut.“
Natürlich liegt die Frage „Wie machst Du so ein Chutney aus Weinbergpfirsichen?“ schon fast auf der Zunge – wunderbar Schlüsselworte aufgreifend, den anderen etwas erklären lassen, das ihm sichtlich gelungen ist… Wie kann man da noch etwas verkürzen? z.B. mit einer ganz allgemeinen Frage „Was ist so ein Chutney?“ (Warum nicht das „genial“ aufgreifen? Der Erzähler schien stolz darauf zu sein, dass das Chutney voll gut schmeckt, obwohl er noch nicht viel Erfahrung hat)
Mir fällt gerade auf, dass beide Beispiele mit der verkürzten Fragestellung das Gespräch auf eine ganz andere Ebene führen können. War die der Frage vorangegangene Sequenz eher aus dem episodischem Gedächtnis gespeist (dort, wo unsere Lebenserinnerungen aufgehoben sind, der „Film unseres Lebens“), führen die Fragen in eine Ebene der Verallgemeinerung, der Reflexion. Das war mir in dieser Form vorab nicht klar – auf was man nicht alles draufkommt, wenn man darüber schreibt!
Wenn ich also lieber weiter beim episodischen Gedächtnis bleiben will (etliche Menschen tun sich leichter, hier ins Erzählen zu kommen), könnte ich beim Herantasten ev. eher fragen „Von wo kennst Du dieses Herantasten noch?„, und beim Chutney könnte ich „Wie hast du das Chuntney gemacht?“ nachfragen.
Meine Güte, an was man alles denken kann… Mir taugt’s!
Wie wirken sich idiolektische Gespräche für Dich als Begleiter aus?
Diese Frage kam vor einigen Tagen per Mail – Tilman Rentel, der Ausbildungsleiter der Graduiertenausbildung, hatte sie rumgeschickt und um Antwort gebeten. Da wir uns ja meist mit den Auswirkungen der Gespräche auf unseren Gesprächspartner beschäftigen, finde ich es einen netten Gedanken, mal den Blick nach innen bzw. auf mich zu richten. Eine Innenschau gewissermaßen. Den folgenden Text habe ich viel nachzudenken niedergeschrieben, und beschloss dann, ihn so stehen zu lassen. Obwohl es mir schwer fiel – zu ungeordnet folgen manche Gedanken einander, zu wenig schlüssig mögen manche Stellen sein. Sei’s drum. Lediglich Tippfehler bemühte ich mich auszubessern.
Das erste, das mir einfällt, ist Berührtheit. Stille im Gespräch nach Äußern eines Gedankens; Momente, in denen etwas scheinbar Kleines zu etwas Großem, Bedeutungsvollen heranwächst. Das ist wunderschön zu erleben. Aber auch zu hören oder sogar irgendwie zu spüren, welche Schwierigkeiten mein Gegenüber zu bewältigen hat, welche Wertvorstellungen ihn oder sie antreiben, das Leben zu meistern, berührt mich oft.
Und ich empfinde viele Gespräche als Bereicherung, ich darf teilhaben an so vielen verschiedenen Blicken auf die Welt, darf durch die Erzählungen so viel Neues erfahren. Die Welt erscheint mir dann wieder ein Stück wunderbarer, und ich staune, über was sich Menschen alles Gedanken machen können.
Mir fällt ein Satz ein – ich weiß nicht, woher er stammt, ev. Seneca oder Cicero, aber ich denke, er ist ziemlich sicher seit der Antike überliefert: „Ich bin ein Mensch, und nichts Menschliches ist mir fremd“. Wie komme ich auf diesen Satz? Genau: bislang hatte ich niemals das Gefühl, dass ich etwas mir komplett Fremdes hören würde. Die Prämisse der „guten Gründe“ (Jeder Mensch hat gute Gründe, sich genau auf seine Weise zu verhalten) macht es mir zusehends schwerer, das Verhalten von Menschen zu verurteilen. Oder besser gesagt ich trenne: Das Verhalten eines Menschen kann ich ablehnen oder auch verurteilen, aber nicht den Menschen an sich. Ist schwer in Worte zu fassen.
Je mehr Gespräche ich führe, desto weniger schrecke ich vor schwierig anmutenden Themen zurück. Und ich verabschiede mich immer mehr davon, etwas Bestimmtes erfahren oder erreichen zu wollen – irgendwie, so mein Eindruck, bin ich gelassener geworden. Vielleicht weil ich zusehends Vertrauen in mich, in die Technik und vor allem in den Raum entwickle, den ich und mein Gegenüber aufspannen und gemeinsam halten, damit sich dort das zeigen kann, was in diesem einen Hier und in diesem einen Jetzt möglich ist.
Es kann immer wieder sein, dass wir mit schwierigen Themen konfrontiert werden. Und es kann immer wieder gute Gründe dafür geben, diese schwierigen Themen zu erforschen und nachzufragen. Vielleicht braucht es erst einmal so etwas wie Würdigung, dass eine Situation jetzt gerade schwierig ist, bevor der Klient bereit ist, vom Thema abzulassen und Angebote, nach Ressourcen zu forschen, anzunehmen.
Einer meiner Lehrer, Tilman Rentel, ist Co-Autor eines hoffentlich bald erscheinenden Buches „Einfach Fragen – in Licht und Schatten, Eigensprache in der Traumatherapie“, und darin findet sich ein schönes Gesprächsbeispiel, bei dem im Rahmen eines Seminars bewusst mit einem unangenehmen Thema begonnen wurde, um das Aufgreifen und sich Entfaltenlassen von Ressourcen im Gespräch zu demonstrieren. Das Gespräch fand per Zoom statt, d.h. es konnte nicht die ganze Gestik wahrgenommen werden.
Mit seinem Einverständnis und dem des Klienten (das war ich) ist das Gespräch hier ungekürzt wiedergegeben, und ich habe lediglich den einen oder anderen Kommentar hinzugefügt.
„Gibt es etwas, das dir gerade nicht so gefällt?“
„Dass ich krank bin.“
„Magst du beschreiben, was das für ein krank sein ist?“
Getreu der Idee, mit einem eher unangenehmen Thema zu starten, lässt sich der Therapeut dieses „krank sein“ beschreiben.
„Das weiß ich noch nicht so genau. Die letzte Tochter, die bei uns im Haus wohnt, ist Covid-19 positiv und seit ein paar Tagen haben meine Frau und ich auch Symptome. Wir wissen noch nicht, ob es Covid ist oder eine normale grippale Geschichte ist. Es ist halt so Mattigkeit, Kopfschmerzen, Kopfhaut tut weh und es ist einfach „bäh“.“
„Wie hat sich das entwickelt in den letzten Tagen?“
„Begonnen hat es mit einer Schlappheit. Und mit so einem seltsamen Temperaturempfinden, dass ich bei ganz kurzen Bewegungen gefühlte Schweißausbrüche hatte. Und dann eben in der Nacht von Samstag auf Sonntag anscheinend gar nicht mal so hohes Fieber, aber so Träume, wie ich sie nur von Fieberträumen her kenne. Mit sich wiederholenden Szenen, wo ich nicht aussteigen konnte. Das war nicht schön. Und dann halt so Kopf- und Nackenschmerzen. Ab und zu erhöhte Temperatur. Ein bisserl Husten.“
„Bei mir klingen noch die Träume nach, wo Du nicht aussteigen konntest. Magst du etwas dazu sagen, wo du gerne hingekommen wärst, wenn du da ausgestiegen wärst?“
Die Aussage „wo ich nicht aussteigen konnte“ wird aufgegriffen und im Sinne eines Wunschszenarios in eine Frage verpackt.
„Das wäre ganz egal gewesen. Ich weiß gar nicht mehr, was es ist. Es war jetzt kein Alptraum, keine schreckliche Szene. Es hatte irgendwas mit einem Formular im Krankenhaus zu tun und da ist die Arbeitswelt irgendwie hineingeschwommen. Es war nicht nur geträumt. Ich war ja wach und habe gedacht „Ich denke jetzt an was anderes“ und es ist mir nicht gelungen.“
„An was würdest du denn gerne denken?“
Das Angebot, die Ressource des Ausstiegs zu beschreiben, wird nicht angenommen. Also wird nun das „Ich denke jetzt an was anderes“ aufgenommen und nachgefragt.
„Jetzt? Gesund sein ist schon mal nicht schlecht.“
„Magst du mir darüber etwas erzählen, über dieses Gesund sein, was nicht schlecht ist?“
„Gesund sein heißt für mich… hat viel mit Schmerzfreiheit zu tun. Wobei ich kann auch gesund sein und trotzdem Schmerzen haben. Im Vollbesitz meiner – zwar altersmäßig nicht mehr so wilden – Kräfte, aber trotzdem so halt das, was mir zur Verfügung steht, das auch ausnützen können.“
„Wie kann ich mir das vorstellen, wie das ausschaut, wenn du deine Kräfte altersgemäß ausschöpfen kannst?“
Gesundsein als Ressource wird genannt. Die Frage „Wie kann ich mir das vorstellen…“ ist eine Einladung, diese Ressource zu konkretisieren.
„Dass ich kleine Gartenarbeiten machen kann. Dass ich halt das Feuerholz nicht in acht Portionen von A nach B transportiere, sondern auf einmal. Und auch einfach, dass ich irgendwie – sag ich mal – freudiger bin. Weil wenn ich krank bin, werde ich irgendwann miselsüchtig. Das mag niemand von uns, glaub ich. Einen Miselsüchtigen in seinen Reihen zu haben.“
„Wenn du so kleine Sachen im Garten machen kannst und auch freudiger bist. Wie ist diese Freude, die dann auftaucht?“
„Sie ist so zweiseitig. Also auf der einen Seite gibt es dann eine Freude, die eher so (zeichnet eine wellige Linie in der Mitte), vielleicht eher so ähnlich wie kleine Wasserwellen, wo sich das Wasser noch nicht überschlägt. Dass es eher so Wellen macht, die so dahinzwitschern. Und was anderes ist – das stellt sich nach einer Weile erst ein, wenn es eine Weile gut geht – das ist dann so eine Untergrund-Bewegung, so eine Strömung oder so (Handbewegung unterhalb Bild). Unterwasserwellen, die viel langsamer sind. Aber auch so, wo du merkst, die tragen dich jetzt auch gut durchs Leben.“
„Magst du mir dieses Beides nochmal beschreiben. Dieses da oben und dieses da unten (ahmt Bewegungen mit beiden Händen nach)?“
„Das eine ist für die Augen bestimmt und das andere fürs Herz bestimmt… Herz trifft es nicht, stimmt überhaupt nicht. Das eine ist für die Augen und das andere ist für den Körper. Die Augen können das Zwitschernde sehen (Hand macht zwitschernde Bewegung) und der Körper spürt dann das darunter liegende (Hand macht die tiefe Wellenbewegung).“
Mit der „Freude“ kommt Bewegung in den Klienten. Die Gestik unterstreicht die beiden Bilder und wird vom Therapeuten übernommen. Tilman Rentel bringt gerne mal Aspekte des „somatic experiencing“, einer Therapieform, die vor allem mit Körperwahrnehmungen arbeitet, in die Idiolektik ein und fragt weiter:
„Was passiert mit dem Körper, wenn er das darunter liegende spürt (ahmt tiefe Wellenbewegung nach)?“
„Er wird sehr, sehr, sehr durchlässig (bewegt sanft seinen Oberkörper)… man kann auch gut weinen oder ich kann dann gut weinen, aber es ist so eine unglaubliche Entspannung, weil es ist so der Zustand: Es gibt einfach nichts zu tun, was jetzt getan werden muss.“
„Und die Augen, wenn die das Zwitschern sehen, was geschieht dann (ahmt Zwitschern nach)?“
„Das ist eher etwas, was sich eher im Gesicht abspielt. Dann lächle ich, dann kann ich lachen, einfach fröhlich sein. Es ist vielleicht so ein bisschen der Unterschied. Fröhlichkeit ist so was Schnelles und Glück ist etwas Langsames. Das ist das Bild, das ich jetzt habe, jedenfalls.“
Jetzt ist ein Bild da – Fröhlichkeit und Glück. Und sie sind im Körper verortet worden. Um nun das Bild weiter zu explorieren wird weiter nachgefragt. Oft ist es hilfreich, nach der Herkunft von Ressourcen zu fragen, wie jetzt auch hier:
„Und diese Wellen von oben, das Zwitschern, und diese langsamen Wellen. Wo könnten diese Wellen herkommen?“
„Zwitscherwellen werden hervorgerufen durch Wind, durch Steine, die reinfallen, durch Enten, die landen oder starten, oder auch mal, wenn ein Fisch glaubt, er müsse da jetzt einen … fangen oder so. Und die unteren… schwer zu sagen….“
„Was könnte es sein? Wir wissen es ja nicht.“
„Vielleicht ist das wie ein Atem von einem Riesentier, das einfach so langsam ein- und ausatmet, dass du gar nicht merkst, dass das ein Atem ist, weil so viel Masse bewegt ist dadurch, so dass ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, dass das eine Atembewegung ist.“
„Wie könnte so ein Tier ausschauen, das so eine Atembewegung hat?“
„Also ich stell mir da so ein – was für ein Tier hat so einen Atem? Ich stelle mir so einen riesengroßen Wolf oder so vor. Wobei ich mich jetzt natürlich sofort frage, wie kann ein Wolf unter Wasser atmen, aber das ist mir egal.“
„Mir auch.“
An dieser Stelle macht sich der Klient selbst auf eine Unstimmigkeit aufmerksam – Wölfe können nicht unter Wasser atmen. Aber dieses Bild hat mit der herkömmlichen Realität nichts zu tun, das ist ihm wohl bewusst und er quittiert diesen Umstand mit dem „aber das ist mir egal„, was der Therapeut bestätigt: „Mir auch„, sodass der Klient seinen Gedankenfluss ungestört wieder aufnehmen kann.
„Vielleicht ist es auch gar kein Tier. Vielleicht ist es irgendwie – Wesen ist glaube ich besser. Weil dann lande ich bei Schlotvulkanen und ähnlichem. Also beim Wesen Erde und dem, was sich da so anbietet. Und dann fällt es mir schon wieder leichter.“
„Magst du dazu noch was sagen?“
„Ich muss gerade an einen Disney-Film denken, den wir mal mit unseren Töchtern angeschaut haben. Der heißt Vaiana – so ein hawaiianisches Märchen letztlich – und da ist eine Göttin, die legt sich ins Meer auf die Seite und wird eine Insel. Irgend sowas ist es. Irgendwas, von dem du nicht merkst, dass das ein Wesen ist, weil es sich so selbstverständlich einfügt in die Landschaft. Und trotzdem ist da was, was ganz gewaltig lebt. Und … durch diese langsamen Wellen können wir Anteil haben an dieser fast zeitlosen Welt.“
„Darf ich dich mit diesem Wesen sein lassen?“
„Ja, können wir gerne machen.“
Gesprächsmitschnitt
Der Klient hat ein weiteres Bild eingebracht, um diese „langsamen Wellen“ zu beschreiben. Es wäre natürlich auch reizvoll gewesen, fortzufahren, aber der Zeitpunkt, das Gespräch an dieser Stelle enden zu lassen, war sicherlich eine gute Entscheidung. Bei beiden Personen war eine starke Berührtheit spürbar, und die Gefahr ist groß, dass durch das Hinzufügen weiterer Informationen und Ideen die Wirkkraft des bereits Entstandenen geschmälert wird.
Denn neue Bilder und Ideen brauchen Zeit, um integriert zu werden. Daher ist, sobald eine neue, kleine Erkenntnis formuliert oder ein neues Bild beschrieben wurde, es immer eine gute Möglichkeit innezuhalten und sich zu fragen „braucht es jetzt wirklich noch mehr“?
Manchmal ist es so, dass unsere Gesprächspartner unsere Angebote, auf Nebenschauplätze oder vermeintlich Unverfängliches zu sprechen zu kommen, schlichtweg ablehnen. Dies mag vor allem dann vorkommen, wenn unser Gegenüber einen großen Leidensdruck hat und die idiolektische Technik noch nicht kennt. Aber ich kenne es ja auch von mir selber – manchmal will ich „Tacheles reden“ und nicht über nette Blumen und Käfer im Sonnenschein. Wie also umgehen mit dem Wunsch meiner Gesprächspartnerin/meines Gesprächspartners und meinem Bestreben nach „Konkretem, vermeintlich Unverfänglichem“ zu fragen? Immerhin war dies ja der Einstieg in die Idiolektik, oder?
Nun, ich habe Gott sei Dank die Technik, welche sich per se ja nicht ändert, das heißt, ich kann meinen Handwerkskoffer nehmen und mit den bekannten Werkzeugen arbeiten. Welche Möglichkeiten gibt es denn, und was kann hilfreich sein?
„Gibt es etwas, das Du heute erzählen magst?“
„Naja… eigentlich wollte ich ja von meinen Plänen mit der Firma erzählen, aber jetzt… mein Nacken, meine Schultern tun seit Tagen weh, oder… nein, nicht weh, aber da ist so Druck und Spannung oder so… das zieht sich den Rücken runter bis hierhin ungefähr (deutet auf Nierengegend). Ist halt nicht angenehm.“
„Was sind denn die Pläne für Deine Firma?“
„Ah, da mag ich jetzt gar nicht reden. Aber das mit dem Rücken und so…“
Der erste Gesprächseinstieg, auf eine vermeintliche Ressource zu kommen, wurde also abgelehnt. Vielleicht wäre es besser gewesen, an dieser Stelle ganz offen zu fragen „Und jetzt – worüber magst Du jetzt reden?“, dann wäre diese kleine Irritation vielleicht ausgeblieben. In meinem Bemühen, anfangs auf das vermeintlich Unverfängliche zu kommen, habe ich wohl ein gegenteiliges Signal übersehen. Um das transparent zu machen, frage ich also weiter und lasse mir -nach einer Bestätigung- „das mit dem Rücken“ beschreiben.
„Ich habe den Eindruck, das mit dem Rücken beschäftigt Dich gerade?“
(nickt und brummt was in der Art von Mhm)
„Kannst Du mir das etwas genauer beschreiben, wie das jetzt gerade ist?“
Ich greife also auf die Technik, mir etwas beschreiben lassen zurück – auch hätte ich konkreter fragen können „Kannst Du mir den Druck und die Spannung genauer beschreiben? Wie kann ich mir die vorstellen?“, aber in der Gesprächssituation fiel mir dies aus welchen Gründen auch immer nicht ein.
(Setzt sich aufrechter hin, macht kurz ein Hohlkreuz) „Jetzt gerade… hmm…“ (kreist mit den Schultern) „Es fühlt sich wie eingerostet an, aber so große Kreise mit den Schultern, also mit… das tut gut, da knirscht und grammelt es richtig.“
„Knirscht und grammelt?“
„Ja, als würde sich da ganz viel Rost lösen irgendwie. Aber dazu… Also, das geht nur wenn ich ganz große Kreise mache.“
„Und wenn sich der Rost löst… Was ist dann?“
„Dann geht die Bewegung viel leichter. Jetzt tut sie… jetzt ist sie unangenehm, jedenfalls ab hier.“ (verharrt in einer bestimmte Position, der Oberarm ist etwa auf Höhe des Ohres) „Aber wenn ich da jetzt ganz langsam weiter mache…“ (macht die entsprechende Bewegung) „… dann geht es. Und wenn ich es noch einmal mache, geht es besser. Und irgendwann… naja, man wir ja noch träumen dürfen.“ (Lacht wie verlegen)
Das Bild vom Rost, der sich ablöst, führte zu ganz konkreten körperlichen Bewegungen und Empfindungen. Konkreter geht es ja fast nicht. Wir blieben eine ganze Weile bei diesen Bewegungen und dem Traum, dass er „ganz geschmeidig, kraftvoll und ohne Schmerzen die Arme wie eine Windmühle herumschleudern“ kann.
„Wie macht das eine Windmühle?“
„Naja, die ist ganz stabil gebaut. Die muss gut verankert sein. Ja, und sie… ha, ich glaube, die kann sich mit dem Wind drehen, also so ausrichten, so… dass sie den Wind halt optimal auffangen kann. Und wenn der Wind zu stark ist, dann kann man irgendwie die Flügel anlegen, ich denke das ist ganz wichtig.“
„Und wann weiß man, wann man die Flügel anlegen muss?“
„Ja, ich denke das ist Erfahrung. Oder vielleicht spürt man es auch, ich kann mir vorstellen, dass die Mühle dann vibriert, so auf eine Art dass man weiß… Vielleicht passiert das auch von alleine, also dass da so ein Mechanismus ist, der die Flügel einklappt, wenn sich das Ding zu schnell dreht. Das wäre natürlich ziemlich schlau.“
Im Laufe des Gespräches pendelten wir zwischen dem Schulter-Rückenbereich, Rost und der Windmühle hin und her. Auch ein Falke und ein Tölpel kamen kurz vor – sie legen die Flügel ganz eng an, um Geschwindigkeit aufzubauen, im Falle des Tölpels um tief ins Meer einzutauchen. Aber das Hauptbild, die Hauptmetapher war die Windmühle. Dabei tauchte wieder der „Druck und Spannung“ von der Eingangssequenz auf.
„Druck und Spannung – wie kann ich mir das vorstellen?“
„Hmm… So das Gefühl, dass… ja, dass auch in Ruhe die Muskeln angespannt sind. Wäre dabei doch gar nicht nötig. (…)“
„Und hast Du eine Idee, wann es gut sein könnte, die Muskeln angespannt zu haben?“
„Wenn ich in Gefahr bin. Oder auf der Hut sein muss, damit ich dann ganz schnell reagieren kann. Aber irgendwann muss doch auch mal Ruhe sein, oder?
Wir blieben eine kleine Weile bei diesem Gegensatzpaar Spannung und Ruhe. Die Sequenz endete damit, dass mein Gegenüber sich im Sessel zurechtrückte und eine Position einnahm, die er beschrieb als
„So wie jetzt… Da kann ich ruhig sein. Ich habe da eine Stütze im Rücken, auch einen Schutz. Da kann nix kommen. Und auch mein Kopf… es ist gut, den Kopf auch anlehnen zu können. Zu Hause habe ich keinen solchen Sessel…“ (Lacht) „Ich glaub, ich werd mir so einen kaufen!“
(…)
„Und wenn Du jetzt so zurückdenkst an das Gespräch… die Schultern, Druck und Spannung, Rost der sich löst, Windmühlen die wissen, wann sie die Flügel einklappen müssen… und auch an die Vögel… Was geht Dir dann so durch den Sinn?“
„Hmm… dass ich so die Schultern, also dieses Schulterkreisen hat gut getan, fühlt sich schon besser an. Und was mir so durch den Sinn geht… Irgendwie dass… so ein Bild, dass man sich manchmal von Wind so richtig durchputzen lassen muss, mit ausgebreiteten Flügeln. Dann fliegt der ganze Rost weg. „
Das Gespräch endete kurz nach dieser Sequenz. Leider fand es keine Fortsetzung. Natürlich hätte ich gerne gewusst, ob das Gespräch und die aufgetauchten Bilder sich als hilfreich erwiesen haben. Aber so ist das halt – manchmal dürfen wir sozusagen die Ernte eines Gespräches miterleben, und manchmal eben nicht.
In einer der letzten Übungsgruppen führten wir ein Gespräch, das sehr rasch symbolhaften Charakter annahm, was sich auch in der Art der Fragen niederschlug. Die Art irritierte einen Teilnehmer – denn wir hatten ja bislang betont, dass Idiolektik gerne konkrete, unverfängliche Schlüsselwörter aufgreift und nachfragt, und in diesem Gespräch wurden Bilder nachgefragt, die diese Kriterien auf den ersten Blick nicht erfüllten. Grund genug, paar Gedanken niederzuschreiben.
Diese ganz klassischen Fragen (möglichst konkrete und vermeintlich unverfängliche Schlüsselworte aufgreifen und näher beschreiben lassen) sind ganz wunderbar, wenn das Gespräch sich sozusagen auf der Ebene der äußeren Welt bewegt. Es gibt Gespräche, die diese Ebene nie verlassen, und da reichen diese klassischen Fragen auch aus. Denn wir können uns darauf verlassen, dass das Gehirn unseres Gegenübers Verbindungen zwischen dem Erzählten und Lebensthemen herstellt, ohne dass wir das mitbekommen müssen. „Tiefe“ ist für uns als Fragende nicht immer sichtbar – diese Erkenntnis war sehr wichtig für mich.
Wenn das Gespräch aber die äußere Welt der konkreten Dinge verlässt und in etwas eintritt, das ich hier mal als Innenwelt bezeichnen möchte, dann ändern sich einige Aspekte, nach denen ich die nachzufragenden Worte auswähle. Eine Rückkehr in die Außenwelt wird oft nicht goutiert – wenn wir diese Innenwelt gemeinsam betreten, dann kann es sein, dass wir die restliche Gesprächszeit dort verbringen.
In der Innenwelt zeigen sich symbolische Bilder als Ausdruck innerer Prozesse. Es kommen Themen in Hörweite, die schwer scheinen. Wie kann ich diese Themen nachfragen und dabei z.B. ressourcenorientiert bleiben? Zum Beispiel, indem ich Schweres würdige, meine Berührtheit rückmelde. Schweres aussprechen zu können und zu spüren, dass jemand diese Schwere zu teilen bereit ist, kann sehr tröstlich und bestärkend sein.
Ev. kann ich den Fokus durch Fragen von der Schwere abziehen, indem ich zum Beispiel frage „Das muss viel Kraft kosten. Woher nimmst Du die?“. Aber ansonsten bleibe ich einfach bei der Technik: ich greife die Worte der anderen auf, und lasse sie mir beschreiben. „Ressource“ ist alles, was den Menschen in seinem Sein bestärkt und ihm ein möglichst großes Spektrum an Handlungsräumen ermöglicht. Eine solche Ressource kann sein, Dinge aussprechen zu dürfen, die belastend oder beängstigend sind. Im besten Falle wirst Du für dieses Hier und Jetzt selbst zu einer Ressource: mit Deiner Präsenz, Deiner Aufmerksamkeit, Deinem Nicht-Bewerten, Deinem Daranbleiben,
Die Fragen und Antworten sind aus der Erinnerung aufgeschrieben und gekürzt, um die für diese Betrachtung wesentlichen Punkte herauszuheben.
„Da hab ich sofort einen Bezug zu mir und meinen Brüsten hergestellt, die waren dann gleich verkrampft.“ (streichende Bewegung der Finger der rechten Hand über das Brustbein)
„Kannst mir was zu dieser Bewegung sagen?“ (wiederholt die Bewegung)
„Ja, das verbindet mich mit meinem Herzen.“
„Und was sagt das Herz dazu?“
„Dass es sicher ist. Aber… Da kommt eine ganze Ahnengeschichte… Da war es nicht so, dass das Herz sicher sein konnte. Aber meines ist sicher. Vielleicht ist das die neue Normalität?“
„Was Du da sagst von den Herzen Deiner Ahnen, das berührt mich… Kannst dazu was sagen?“
„Ja… da kommt so ein Bild, dass die Herzen so in einer Paketschnur eingewickelt sind, einer Angstschnur. „
„Für was mag diese Schnur gut gewesen sein?“
„Hmm… Jetzt ist es eine Erinnerungsschnur, die mich verbindet.“
Dimensionen sind hier nicht im lexikalischen Sinne („Ausdehnung, Abmessung eines Körpers nach Länge, Breite und Höhe“ bzw. „Ausmaß oder Umfang„) gemeint, sondern als Sphären des Gespräches. Natürlich sind diese Sphären nicht strikt voneinander getrennt, sondern durchdringen einander, aber zum Veranschaulichen werde ich mir hier drei getrennt herauspicken. Diese bewusst wahrzunehmen hilft zumindest mir dann und wann, mir des Repertoires möglicher Fragen bewusst zu werden.
Da ist zum Beispiel die räumliche Dimension. Sie besteht aus einem links, einem rechts, vorne, hinten, darüber, darunter, darin, rundherum… Sie ist dann stark im Vordergund, wenn wir konkrete Dinge oder Bilder beschreiben. Bei dieser Dimension hilft es mir beim Suchen von Fragen, mir das Erzählte einfach bildlich vorzustellen. Ich male mir das Ding, das Bild vor meinem inneren Auge aus, und frage dann nach Details, die ich noch nicht aus dem Erzählten ableiten konnte.
Schauen wir uns ein exemplarisches Beispiel an:
„Und auf dem Tisch, da haben sie immer so eine Schüssel stehen gehabt, da durften wir uns als Kinder dann immer was rausnehmen.“
Gesprächsausschnitt
Wir haben also einen Tisch, darauf eine Schüssel mit einem unbekannten Inhalt, und Kindern, die sich den Inhalt rausnehmen durften. Ich habe da sofort die Phantasie eines Tisches im Wohnzimmer, auf dem eine Porzellanschale mit Süßigkeiten ist, und Kinder so im Volksschulalter bevölkern die Szenerie. Dieses Phantasiebild stelle ich jedoch hintan und lasse mir das Bild des Anderen beschreiben.
Kannst Du mir die Schüssel genauer beschreiben? Wie hat die Schüssel ausgesehen? Was war das für eine Schüssel?
Was war in der Schüssel drin? Was habt ihr euch da rausgenommen?
Was war da noch so auf dem Tisch?
Was war das für ein Tisch? Wo steht der Tisch?
Wie alt waren diese Kinder? Wer gehörte zu diesem „Wir“ dazu?
Der zeitliche Aspekt kommt dann ins Spiel, wenn Bewegung in die Szenerie kommt. Sobald Bewegung da ist, gibt es ein Vorher und ein Nachher, aber auch ein Nebenher, und aus einem „Vorne“ und „Hinten“ der räumlichen Dimension wird ein „Wohin“ und ein „Woher“, es gibt Kausalitätsketten und Handlungen, die man sich genauer beschreiben lassen kann, so wie vorher statische Objekte.
„Dann bin ich raus gelaufen und auf den Baum geklettert.“
Gesprächsausschnitt
Meine Phantasie zeigte mir, als ich das hörte, ein kleines Gartenhaus, von dem aus ein kleiner Trampelpfad zu einem Kirschbaum führt, der zum Klettern einlädt. Es ist immer wieder nett festzustellen, wie schnell wir da mit unseren eigenen Bildern zur Hand sind, bzw. wie wir das Gehörte mit unseren eigenen Vorlieben und Erlebnissen zu einem Ganzen zu verbinden trachten. Das lässt sich kaum vermeiden, denke ich, und es macht Spaß, sich fragenderweise die Szenerie aus der Sicht des Erzählers schildern zu lassen.
Und wo warst du vorher?
Von wo bist du da rausgelaufen?
Und als du dann auf den Baum geklettert bist – was war dann?
Wie hast Du das gemacht, auf den Baum zu klettern?
Es gibt eine Außenwelt und eine Innenwelt. Die beiden stehen in regem Austausch miteinander – sie trennen zu wollen würde den Kenntnissen der Neurobiologie zuwider laufen. Indem ich beschreibe, was ich wie von der Außenwelt wahrnehme, gebe ich auch einiges von dem preis, was meine inneren Haltungen, Werte und Geschichten angeht.
Über das Außen zu reden fällt im Allgemeinen leichter, da ist eine gewisse Distanz, ein Abstand, und es ist ja auch nicht zwingend nötig für ein qualitatives Gespräch, explizit über die Innenwelten zu reden. Aber manchmal landen wir halt genau dort. Meist wird dieser Wechsel vom Außen in das Innen begleitet von einer Verlangsamung der Sprache, längeren Pausen, geänderter Stimmführung etc.
Aber auch in der Innenwelt gibt es Bilder und Szenerien, die man sich beschreiben lassen kann, und Abfolgen von Handlungen, die man erfragen kann. Die Innenwelt beinhaltet die individuellen Bedeutungen der Dinge der Außenwelt – diese Bedeutung zu erfragen kann manchmal hilfreich sein.
Hier ein kleiner Gesprächsausschnitt, der einen möglichen Übergang von der Außen- in die Innenwelt anzeigt. Es obliegt der Erfahrung, Einschätzung und Intuition des Fragenden, ob er hier quasi in der Außenwelt bleibt, oder einen Wechsel für angemessen hält.
„Und wenn ich dann so die Möwen sehe, wie sie da so kreischen und fliegen, dazu so diese brackige Luft… irgendwie macht mich das sehnsüchtig nach irgendetwas, das ich nicht habe, aber ich weiß nicht, was es ist.“
Gesprächsausschnitt
Was hat es mit diesen Möwen auf sich?
Wenn Du dieses Bild so anschaust… die fliegenden Möwen, ihr Kreischen, die brackige Luft… diese Sehnsucht… Was geht Dir da durch den Sinn?
Kannst Du mir dieses „sehnsüchtig“ näher beschreiben?
Was haben Fenster und Türen mit Idiolektik zu tun? Nun, mit jeder Frage, die ich stelle, lade ich mein Gegenüber dazu ein, einen anderen Raum zu betreten oder zu beschreiben. Nehmen wir als Beispiel eine Sequenz aus einem vorigen Beitrag „Das scheinbar Einfache“:
„Kannst mit einen Kugelschreiber beschreiben?“ – „Naja, der ist aus Holz, so handgedrechselt, den hab ich auf einem Kunsthandwerksmarkt gekauft.“ – „Was gab es da noch auf dem Kunsthandwerksmarkt?“
Gesprächsauszug
Das Wort „Kunsthandwerksmarkt“ ist die Tür in einen anderen Raum, die Frage danach eine Einladung, mich in diesen Raum mitzunehmen. Und so kann ein Gespräch von Raum zu Raum führen, scheinbar ohne Ziel und ohne Ordnung, immer orientiert am Gesagten.
Manche Räume haben auch Fenster, durch die man in andere Landschaften oder Räume blicken kann, ohne sie aber zu betreten. Es ist schwer in Worte zu fassen, was für mich diesen Unterschied ausmacht… Oft ist es ein Zögern in der Stimmmelodie, das mir anzeigt, dass wie hier metaphorisch vor einem Fenster stehen, nicht vor einer Tür. Es kann sehr hilfreich sein, durch ein Fenster auf etwas zu blicken und es aus sicherer Distanz zu beschreiben.
Manchmal können wir als Fragende helfen, aus dem direken Geschehen herauszutreten, Distanz zu schaffen und den Blick durch ein solches metaphorisches Fenster lenken:
„Es ist alles so unglaublich eng und dicht. Da ist… weißt, da ist kaum Bewegung mehr möglich, und Überblick hab ich auch keinen.“ – „Wo müsstest Du sein, um Überblick zu haben?“ – „Keine Ahnung. Weiter weg halt.“ – „Und wenn Du weiter weg bist: wie schaut dieses eng und dicht aus?“ – „Witzig… eigentlich recht klein, ich hätte es mir größer vorgestellt.„
Gesprächsauszug
Wie kann man noch einen „Blick durch ein Fenster“ initiieren? Zum Beispiel können wir unser Gegenüber bitten, eine Metapher oder ein Bild für eine belastende Situation zu finden.
(„Eng und dicht“ wurde in dem Gespäch mehrmals wieder aufgenommen) „Da ist es ja schon wieder, dieses eng und dicht!“ – „Wenn Du diesem eng und dicht so nachspürst… und es zeichnen würdest… wie würde dieses Bild wohl aussehen?“ – „Puh… ich kann nicht gut zeichnen. Aber so als erstes kommt mir ein Wollknäuel in den Sinn, also so ein… da sind ganz viele Fäden drin, nicht nur einer. Das sieht man an den, an den vielen Enden, die da so rausschauen überall.“ – „Was sind das für Fäden?“ – „Naja, ziemlich bunt auf alle Fälle. Einige sind dick, andere dünn, wahrscheinlich sind sie auch unterschiedlich lang, aber… aber das lässt sich nicht sehen.„
Gesprächsausschnitt
Es fällt oft leichter, über diese entstehenden Bilder zu sprechen – sie sind konkret, man wahrt eine gewisse Distanz. Und wir als Fragende können sicher sein, dass eine oder mehrere Instanzen der/des Erzählenden alle möglichen Querverbindungen zu dem eigentlichen Thema machen.
Dann und wann dürfen wir teilhaben an einem Aha-Erlebnis, wenn plötzlich ein ganz neuer Blick auf etwas ermöglicht wird, und sich neue Spielräume eröffnen. Aber wesentlich öfter sind die Auswirkungen derartiger Gespräche, Bilder und Gedanken erst später spür- und erlebbar, und nicht immer kommen wir in den Genuß einer solchen unmittelbaren Teilhabe.
Auf alle Fälle erlebe ich diese Möglichkeit des „Blickens durch das Fenster“ immer wieder als sehr hilfreich bei Gesprächen. Dieser Abstand kann etwas Leichtigkeit und Entspannung bringen, und damit Zugang zu Verhaltensmöglichkeiten und Ressourcen ermöglichen, die im „mitten drin sein“ rein physiologisch nicht zur Verfügung stehen.
Etliche jener Menschen, die ihre ersten Begegnungen mit der Idiolektik und ihrer Technik haben, schildern, wie schwer es ihnen fällt, einfache Fragen nach einfachen Dingen zu stellen. Dabei ist es so eine wunderbare Art, quasi frei Haus so ganz nebenbei jemanden kennenzulernen. Denn: Wenn jemand über z.B. Gegenstände erzählt, schwingen da stets Erinnerungen, Wertvorstellungen und Erfahrungen mit, die wir wahrnehmen können.
Ein netter Einstieg in die Idiolektik ist, sich Gegenstände beschreiben zu lassen. Stelle Fragen zu diesem Gegenstand, sodass Du ihn anschließend zeichnen könntest, und bleibe dabei möglichst bei den Worten Deines Gegenübers. Was für Fragen bieten sich da an?
„Kannst du mir (…) beschreiben?“ „Wie kann ich mir (…) vorstellen?“ „Wie schaut (…) aus?“ „Was ist da noch?“ „Was für eine Farbe hat (…)?“
Wie könnte so ein Gespräch verlaufen?
„Kannst mit einen Kugelschreiber beschreiben?“ – „Naja, der ist aus Holz, so handgedrechselt, den hab ich auf einem Kunsthandwerksmarkt gekauft.“ – „Wie schaut das Holz aus?“ – „So hell, helles Holz, mit dunkelbraunen Linien.“ – „Was ist da noch?“ – „Da sind noch Messingteile. Der Mittelring, und da wo die Mine rauskommt, so ein Kegel ist da, und am andere Ende der Knopf, mit dem man die Mine so rein und raus klicken kann. Und da oben ist dann auch der Klip befestigt, also so eine Halterung, damit man das Ding dann auch festklippen kann.“ – „Und wie kann ich mir die Form vorstellen?“ – „So doppelt geschwungen, also, so in der Mitte ist er am dünnsten, so tailliert. Und der Teil, den man hält, der ist ein bißchen dicker als der andere Teil, der da oben, der so zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger zu liegen kommt.“ – Was kannst noch dazu sagen?“ – „Dass er recht schwer ist, er liegt schwer in der Hand, und wenn die Mine nicht gerade verstopft ist, schreibt er auch sehr schön.“ – „Er liegt schwer in der Hand?“ – „Ja, da… da spüre ich, dass… Ich hab das Gefühl, dass ich dann langsamer werde, ruhig irgendwie.“
Oder wir nehmen den Kugelschreiber nur als Einstiegsfrage und lassen uns dann sozusagen dahin treiben, wohin es uns zieht.
„Kannst mit einen Kugelschreiber beschreiben?“ – „Naja, der ist aus Holz, so handgedrechselt, den hab ich auf einem Kunsthandwerksmarkt gekauft.“ – „Was gab es da noch auf dem Kunsthandwerksmarkt?“ – „Naja, so Filzsachen, Papierkunst, eben den Drechsler, und noch etliche andere. Eine Frau, die hat so aus Treibholz und Steinen total nette so Schilder gemacht, die waren toll.“ – „Kannst mir so ein Schild beschreiben?“ – „Ja, da war zum Beispiel so ein altes Stück Holz, das war mal ein Brett, so total verwittert und so… Da hat sie ein Stück Ziegel draufgeklebt, das war auch total verwittert und abgerundet, und darauf so aus einem Spiraldraht ein Platz für eine Kerze, und mit so einer Schrift stand da ‚Herzlich willkommen‘ drauf. Hat total nett ausgeschaut.“ – „Magst mir noch was zum ‚verwittert‘ sagen?“ – „Ja… das sind halt so Sachen, die man sonst wohl wegschmeisst, weil die halt nicht mehr so schön sind, so wie man es halt gewohnt ist, so glatt und regelmäßig. Ich finde es ja total super, wenn jemand solche Sachen dann nochmals zum Leben erweckt, ihnen Platz gibt… Solche verwitterten Sachen können Geschichten erzählen… so wie Falten in einem Gesicht… die machen es ja auch interessant.“
Oft können wir beobachten, dass durch diese Fragen nach Dingen und Details Momente der Ruhe und Berührtheit entstehen – im letzten Gespräch war eine solche im zweiten Teil der letzten Antwort stark spürbar, aber auch im ersten Gespräch folgte der Frage nach dem „schwer in der Hand liegen“ ein Moment der Ruhe. Es ist, als würde in diese Ruhe eine innere Instanz des Gegenüber das Gesagte umordnen, in neue Zusammenhänge bringen und damit vielleicht neue Möglichkeiten eröffnen.
Mir scheint, als würde Idiolektik dem Gesagten einen würdevollen Rahmen geben, der das Gesagte hervorhebt und ihm Tiefe verleiht, und dieser Tiefe den Raum geben, wirken zu können.
Ganz einfach so.
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